Funkpflicht auch 2018

In Berlins Innenstadt bleibt auch in der Saison 2018 alles beim Alten: Zwischen Lessingbrücke (Spree-Oder-Wasserstraße km 12,01) und der Schleuse Mühlendamm (SOW km 17,8) besteht vom 1. April bis 31. Oktober Funkpflicht. Soll heißen: Wer zwischen 10.30 Uhr und 19 Uhr die innerstädtische Spree befahren will, muss Funk an Bord haben. Frühmorgens und am Abend darf man auch ohne Funk und Schein in die City. Warum das so ist, erklärt Schleusen-Schichtleiter Stefan Meier in unserem Schleusen-Video:

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Tag der offenen Tür

BSH und DWD laden zum Tag der offenen Tür

Hamburg/ Offenbach 13. April 2018

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Hamburg öffnen am 21. April von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr in der Hamburger Bernhard-Nocht-Straße 76 bis 78 ihre Türen für die Öffentlichkeit. An der Landungsbrücke 10 können das Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiff WEGA des BSH sowie ein Boot der Wasserschutzpolizei Hamburg besichtigt werden.

Präsentation der umfangreichen BSH-Aufgaben
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BSH ermöglichen einen Einblick in ihre Aufgaben auf See und an Land. Zu besichtigen sind Laborcontainer, Sedimentgreifer und andere Messgeräte, die auf den Schiffen während der Forschungs- und Monitoringfahrten genutzt werden. Mit einer Messstation für Schiffsemissionen zeigt das BSH im Echtbetrieb, wie die Einhaltung von Umweltschutzvorschriften gewährleistet werden kann. Erstmalig öffnet das BSH auch sein Labor für die Kalibrierung von meereskundlichen Geräten und zeigt Messketten zur Erfassung des aktuellen Meereszustandes. Besucherinnen und Besucher können dem Sturmflutwarndienst über die Schulter blicken und die Driftmodelle des BSH kennenlernen. An Schiffssimulatoren können Interessierte die Fahrt auf einem Schiff und Interaktion mit anderen Schiffen selbst erleben. Vorgestellt werden Seevermessungsaufgaben, die Wracksuche und die Herstellung von Papier- und elektronischen Seekarten. Zudem besteht die Möglichkeit, sich umfassend über Offshore-Windenergie zu informieren und eine Konverterstation virtuell zu besuchen. Erwachsene wie Kinder können spielerisch lernen, was es heißt, zur See zu fahren und ein „Kapitänspatent“ machen. Sie können Flaschenposten basteln und per Würfelspiel die große Sommeraufnahme der Nordsee – eine jährlich stattfindende, sechs Wochen dauernde Forschungsfahrt zur Bewertung des Zustands der Nordsee – nachvollziehen.

Vortragsreihe im Gauss-Saal
Ab 10.15 Uhr können sich die Gäste im BSH bei Fachvorträgen informieren. Die Themen reichen von Navigation und Kommunikation im Wandel der Zeit über Meeresumweltüberwachung und Offshore-Windenergie bis zu Flugwetterberatung, Extremwetter auf See und Bordwetterwarten. Der letzte Vortrag beginnt um 15.30 Uhr – im Gauss-Saal.

Vielfältige Aufgaben des DWD
Der DWD zeigt in seiner Hamburger Niederlassung, wie Wettervorhersagen entstehen  und präsentiert die modernen Vorhersagesysteme sowie das Warnmanagement. Klimaexperten geben Informationen über Klimaverhältnisse in der Region und weltweit sowie zum Thema Klimawandel. Historische meteorologische Journale von Segelschiffen und fernen Ländern laden zu einer Zeitreise ein. DWD-Techniker präsentieren die ganze Bandbreite der aktuellen meteorologischen Mess-Systeme sowohl am Boden als auch auf See.  Auf der Außenfläche zeigt die Mobile Messeinheit des DWD, wie z. B. auf Messfahrten Daten in Städten ermittelt werden. An diesem Stand werden auch Wetterballone gestartet.  Heute gibt es digitale Kommunikationsnetze, Informationen werden innerhalb kürzester Zeit weltweit übertragen. Einer dieser Übertragungswege bildet der Wetterfunksender des DWD in Pinneberg, der ebenfalls mit einem Stand präsent ist.  Und wie die Datenübertragung früher funktionierte, können die Gäste in der „Fernschreibzentrale“ hören und sehen.
Der DWD bietet zudem eine Reihe von Mitmach-Aktivitäten an: Selber eine Wetterkarte zeichnen – mit professioneller Unterstützung gelingt dies bestimmt. Beim Quiz können die Besucher ihr Wetterwissen beweisen, beim großen Wetter-Sudoku kommen die Rätselfreunde auf ihre Kosten. Und in der Wetter-Werkstatt für Kinder wird gebastelt und experimentiert. Wer wissen will, wie das Wetter an seinem Geburtstag war, kann sich gerne sein persönliches Geburtstagswetter ausdrucken lassen.
Und wer vom vielen Fragen, Schauen und Mitmachen hungrig und durstig wird, kann sich in der BSH-Kantine stärken und dabei den Blick auf die Elbe genießen.

BSH und DWD bilden die Nachfolgeorganisationen der Norddeutschen Seewarte, die vor 150 Jahre gegründet wurde. Das Jahr 1868 markiert den Start der maritimen Dienste in Deutschland. Das vorrangige Ziel der Seewarte war, durch meteorologische und ozeanographische Beobachtungen von den Schiffen und mit Segelanweisungen auf Basis der Beobachtungen die Seewege sicherer zu machen und die Segelzeiten zu verkürzen.

Zu guter Letzt: Leuchttürme in der Kunst
Nach erfolgreichen Ausstellungen unter anderem bei der EU-Kommission in Brüssel sind einige Werke aus der Themenreihe „Leuchttürme – kraftgebend und wegweisend“ der Künstlerin Daniela A. Schur am 21. April 2018 zum „Tag der offenen Tür“ im DWD in Hamburg zu sehen. Die Bilder sind in Mischtechnik gearbeitet. Stärke und Symbolkraft ihrer Lieblingsmotive Leuchttürme kommen durch eine starke, frische und plakative Farbgebung zur Geltung.

Weitere Informationen zum Jubiläum „150 Jahre Norddeutsche Seewarte“: www.bmvi.de/seewarte

Wegbeschreibung zum BSH Hamburg:http://www.bsh.de/de/Das_BSH/Organisation/Anfahrtbeschreibung/index.jsp
Wegbeschreibung zum DWD Hamburg: https://www.dwd.de/DE/derdwd/standorte/niederlassungen/hamburg.html?nn=20356
Weitere Informationen zur Künstlerin Daniela A. Schur: www.das-art.de

Auf in die neue Saison

Die Tage werden länger, die Sonne wird stärker und wärmer. Die neue Saison liegt vor der Tür und die meisten Skipper können´s kaum erwarten, aufs Wasser zu kommen. Auch wir vom Yachtblog werden dieses Jahr wieder auf dem Wasser sein. Geplant sind Tests von Ferienyachten und Hausbooten, Tages-Touren mit Motorbooten in Berlin sowie eine größere Mehr-Tages-Tour nach Neuruppin mit einer holländischen Sloepen. Der Bericht über unsere Tour von Havelberg bis Hohen Neuendorf ist in Arbeit und wird demnächst hier veröffentlicht. Bis dahin zeigen wir nochmal die beiden Videos der letzten Saison:

2018 Viking 92er Sky Bridge

Wow. Was für eine Yacht. Die hat es verdient, hier mal gezeigt zu werden.

Sloepen fahren: Vom Geheimtipp zum absoluten Sommertrend

Yachtblog-Test der Waterspoor 777 Aviator


Vor Jahren noch ein Geheimtipp, gehört das Sloepen fahren inzwischen zu den Trends auf dem Wasser. Wer auf Berlin-Brandenburger Gewässern gemächlich, sicher und bequem unterwegs sein möchte, mietet sich am besten ein solches Boot. Mehrere Charterfirmen haben diese stabilen holländischen Boote im Angebot. Wir haben nach einer Elektrosloepen Anfang Mai nun eine Sloepen mit Dieselmotor getestet – die Waterspoor 777 Aviator.

Schon beim Einsteigen wird uns klar: Das ist eine besondere Sloepen. Denn mit ihren knapp acht Metern Länge und vor allem ihrer Breite von 3,09 Metern macht sie auf dem Wasser eine ordentliche Figur. Hier ist genug Platz für eine Fußballmannschaft plus Trainer. Und tatsächlich, das Boot ist für zwölf Personen zugelassen. Die Ausstattung kann sich für solch ein Tagestour-Boot ebenfalls sehen lassen: Die Aviator hat einen offenen Durchgang zur Badeplattform, dort gibt es eine Heckdusche. Ein großes Kühlfach mit Kompressor sorgt für kalte Getränke, Tisch und Liegefläche im Cockpit für bequemes Essen bzw. Sonnenbaden. Ein See-WC mit Waschbecken im Bug, Sprayhood und das Bimini-Sonnenverdeck komplettieren die Ausstattung.

Auch der Skipper der Tendersloepen muss auf nichts verzichten: ein Bugstrahlruder, Geschwindigkeits- und Tiefenmesser sowie 200 PS sorgen für angenehmes Fahren auf allen Gewässern. Wir starten am Morgen ab Marina Havelbaude in Richtung Wannsee. Die Sloepen gleitet ruhig über die Havel, der blubbernde 200-PS-Diesel ist gut gedämmt, so dass keine Motorgeräusche unsere Gespräche stören. Vor der Schleuse Spandau müssen wir eine Zwangspause einlegen, da hier der Berufsverkehr vorrang hat und wir auf ein Fahrgastschiff warten müssen. So testen wir die gut gekühlten Getränke aus dem Kühlfach und hören ein bisschen Musik. Denn auch ein Radio ist an Bord und über einen USB-Stick können wir unsere Musik hören.

Auf dem Wannsee angekommen, legen wir den Hebel auf den Tisch, denn hier darf man endlich etwas schneller fahren (25 km/h). Dabei hebt sich der Bug der 777 aus dem Wasser und schnell sind die 25 Sachen (und mehr) erreicht. Die Sloepen wandelt sich vom Verdränger zum Halbgleiter. Am Anleger eines Wirtshauses legen wir an, mit dem Bugstrahlruder kein Problem auch für Ungeübte. Der echte Skipper verzichtet natürlich darauf, in engen Marinas und in Schleusen jedoch ist dieses eine gute Hilfe.

Am Abend sind wir nach einem perfekten Tag zurück in der Havelbaude. Fazit: Die Tendersloepen Waterspoor 777 Aviator ist ein ideales Tages-Ausflugsboot für größere Gruppen bis zwölf Personen. Ihre spezielle Bauweise und Form sorgt für ruhigen Fahrkomfort, die Motorisierung ist ausreichend auch bei Bergfahrten auf größeren Flüssen.  Zudem ist sie für Mehrtages-Ausflüge tauglich, wenn man sich Übernachtungsmöglichkeiten an Land sucht (testet Yachtblog im August).  Der Spaßfaktor für Skipper ist hoch, der Komfort für Gäste ebenso. Sehr empfehlenswert!

Buchen kann man diese Sloepen hier.

Für größere Ansichten Fotos anklicken!

Fotos: Charles Yunck