Mehr Aussteller. Mehr Boote. Mehr Kajaks. Boot & Fun 2017

Aus Berlin dabei: Der Kajakprofi

Berlin, 13. Oktober 2017 – Die BOOT & FUN BERLIN, die vom 23. bis 26. November 2017 stattfindet, wird mehr Aussteller und mehr Boote präsentieren als jemals zuvor. Diese positive Entwicklung erklärt Jens Heithecker, Direktor der Messe Berlin, so: „Dieses Jahr verzeichnen wir mehr und vor allem frühere Buchungen, sind also mit der BOOT & FUN BERLIN auf einem guten Weg. Wir beobachten den Markt sehr genau und beziehen aktuelle Entwicklungen in unser Gesamtkonzept ein. Die neuen Formate, die wir in den vergangenen zwei, drei Jahren geschaffen haben, werden von den Kunden sehr gut aufgenommen.“

Gerade der Bereich Motorboote und -yachten ist so stark aufgestellt wie nie. Besucher werden in inzwischen acht Hallen – im Vorjahr waren es sechs Hallen – Boote für alle Einsatzmöglichkeiten finden, unter ihnen zahlreiche Welt- und Europapremieren. Renommierte Hersteller wie Bavaria, Beneteau, Delphia, Hanse Group und Jeanneau werden genauso vertreten sein wie die Edelmarken Committi, Galeon, Glastron, Linssen, Marex und Nimbus. Viel Bewegung herrscht auch in der Mittelklasse. Hier werden zahlreiche, erschwingliche 30-Fuß-Motoryachten der Marken Brandsma, English Harbour Yacht, Futura, Platinum und ProBoot ausgestellt, die für Binnen-und Küstengewässer gleichsam geeignet sind. Der Bereich schnelle Gleitboote wird ebenfalls deutlich erweitert, besonders stark vertreten sind in diesem Jahr die amerikanischen Boote der Marken Four Winns, SeaRay, Stingray und Regal. Auch im europäischen Markt können Zuwächse besonders aus Polen und den Niederlande verzeichnet werden. Erstmals vertreten in Berlin ist die italienische Edelmarke Invictus. Die in Holland und den europäischen Binnengewässern immer beliebteren Sloepen sind ein einen Bereich zusammengefasst worden, der im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gewachsen ist.

Kajakprofi 2016 auf der Boot&Fun InWater

In der Klassiker-Halle, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum feiert, gibt es erstmals eine stimmungsvolle Hafenbar. Deutschlands erste und größte Hallenmesse für klassische Yachten zeigt eine einzigartige Sammlung von Klassikern aus Holz, Chrom und genietetem Stahl der Marken Beelitz, Boesch, Engelbrecht, Riva und Timossi. Am Kielbootsteg der Halle 25 liegen Segelboot- und Yachtneuheiten wie in einer Hafenanlage und ermöglichen einen Überblick über Ausstattungsmerkmale und Konstruktionsarten von Yachten bis 35 Fuß der Marken Bente24, Dragonfly, Seascape und Sunbeam. Weitere Segelyachten werden an den Ständen von Bavaria, Beneteau und Jeanneau ausgestellt. An einer zweiten, halbhohen Plattform versammeln sich die beliebten Daysailer. Daniel Barkowski, Projektleiter der BOOT & FUN BERLIN: „Sowohl der Berliner Yacht-Club als auch der Verein Seglerhaus am Wannsee feiern in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum. Segeln hat in Berlin also eine lange Tradition. Wir freuen uns darauf das Thema Segeln weiter auszubauen. Erstmals wird sich mit der Warnemünder Woche ein Segel-Event auf der BOOT & FUN BERLIN präsentieren. Und auch die Top Crews der 1. Segel-Bundesliga, deren Finale Anfang November im Verein Seglerhaus am Wannsee ausgetragen wird, werden sich auf der Berliner Bootsmesse präsentieren. Der im Vorjahr mit großem Erfolg neu konzipierte Hausbootbereich bekommt mit der Halle 23 nun eine eigene Halle. Hier werden vom Floß, über das Reisehausboot für die Familie bis zur schwimmenden Villa die gesamte Bandbreite des neuen Lebens auf dem Wasser gezeigt.

Erstmals wird mit der AngelBoot Berlin Deutschlands erste Angelbootmesse im Rahmen der BOOT & FUN BERLIN stattfinden. Damit verdoppelt sich der komplett neu gestaltete Angelbereich um eine neue Halle. Im Vergleich zum Vorjahr werden rund 50 Angelboote mehr ausgestellt. Auch im muskelbetrieben Wassersport wächst die BOOT & FUN BERLIN: Zu Europas größtem Indoor-Wasserbecken für Wake- und Surfboards und dem
Testbecken für Kanus und Kajaks gesellt sich nun ein drittes Wasserbecken für die Trendsportart Stand Up Paddling (SUP). Damit hat die Berliner Bootsmesse einen weiteren Mitmachbereich zu bieten, in dem unter anderem Kurse für SUP-Yoga und SUP für Senioren angeboten werden.

 

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Sloepen fahren: Vom Geheimtipp zum absoluten Sommertrend

Yachtblog-Test der Waterspoor 777 Aviator


Vor Jahren noch ein Geheimtipp, gehört das Sloepen fahren inzwischen zu den Trends auf dem Wasser. Wer auf Berlin-Brandenburger Gewässern gemächlich, sicher und bequem unterwegs sein möchte, mietet sich am besten ein solches Boot. Mehrere Charterfirmen haben diese stabilen holländischen Boote im Angebot. Wir haben nach einer Elektrosloepen Anfang Mai nun eine Sloepen mit Dieselmotor getestet – die Waterspoor 777 Aviator.

Schon beim Einsteigen wird uns klar: Das ist eine besondere Sloepen. Denn mit ihren knapp acht Metern Länge und vor allem ihrer Breite von 3,09 Metern macht sie auf dem Wasser eine ordentliche Figur. Hier ist genug Platz für eine Fußballmannschaft plus Trainer. Und tatsächlich, das Boot ist für zwölf Personen zugelassen. Die Ausstattung kann sich für solch ein Tagestour-Boot ebenfalls sehen lassen: Die Aviator hat einen offenen Durchgang zur Badeplattform, dort gibt es eine Heckdusche. Ein großes Kühlfach mit Kompressor sorgt für kalte Getränke, Tisch und Liegefläche im Cockpit für bequemes Essen bzw. Sonnenbaden. Ein See-WC mit Waschbecken im Bug, Sprayhood und das Bimini-Sonnenverdeck komplettieren die Ausstattung.

Auch der Skipper der Tendersloepen muss auf nichts verzichten: ein Bugstrahlruder, Geschwindigkeits- und Tiefenmesser sowie 200 PS sorgen für angenehmes Fahren auf allen Gewässern. Wir starten am Morgen ab Marina Havelbaude in Richtung Wannsee. Die Sloepen gleitet ruhig über die Havel, der blubbernde 200-PS-Diesel ist gut gedämmt, so dass keine Motorgeräusche unsere Gespräche stören. Vor der Schleuse Spandau müssen wir eine Zwangspause einlegen, da hier der Berufsverkehr vorrang hat und wir auf ein Fahrgastschiff warten müssen. So testen wir die gut gekühlten Getränke aus dem Kühlfach und hören ein bisschen Musik. Denn auch ein Radio ist an Bord und über einen USB-Stick können wir unsere Musik hören.

Auf dem Wannsee angekommen, legen wir den Hebel auf den Tisch, denn hier darf man endlich etwas schneller fahren (25 km/h). Dabei hebt sich der Bug der 777 aus dem Wasser und schnell sind die 25 Sachen (und mehr) erreicht. Die Sloepen wandelt sich vom Verdränger zum Halbgleiter. Am Anleger eines Wirtshauses legen wir an, mit dem Bugstrahlruder kein Problem auch für Ungeübte. Der echte Skipper verzichtet natürlich darauf, in engen Marinas und in Schleusen jedoch ist dieses eine gute Hilfe.

Am Abend sind wir nach einem perfekten Tag zurück in der Havelbaude. Fazit: Die Tendersloepen Waterspoor 777 Aviator ist ein ideales Tages-Ausflugsboot für größere Gruppen bis zwölf Personen. Ihre spezielle Bauweise und Form sorgt für ruhigen Fahrkomfort, die Motorisierung ist ausreichend auch bei Bergfahrten auf größeren Flüssen.  Zudem ist sie für Mehrtages-Ausflüge tauglich, wenn man sich Übernachtungsmöglichkeiten an Land sucht (testet Yachtblog im August).  Der Spaßfaktor für Skipper ist hoch, der Komfort für Gäste ebenso. Sehr empfehlenswert!

Buchen kann man diese Sloepen hier.

Für größere Ansichten Fotos anklicken!

Fotos: Charles Yunck

 

 

Neuer Führerschein: Das gilt seit dem 10. Mai 2017

Aus zwei Scheinen wird einer

Aufgrund mehrer Nachfragen und Dikussionen hier noch einmal: Am 10. Mai trat die neue Sportbootführerscheinverordnung in Kraft. Sie ersetzt die bis dato gültigen zwei Sportbootführerscheinverordnungen (SBF) Binnen und See. Nun gibt es nur noch einen Sportbootführerschein, auf dem die jeweiligen Geltungsbereiche, die Binnenschifffahrtsstraßen und/oder Seeschifffahrtsstraßen dokumentiert werden.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Die Prüfungen zum Erwerb des Sportbootführerscheins für den Geltungsbereich Seeschifffahrtstraßen können bei allen Prüfungsausschüssen des Deutschen Segler-Verbands und auch im Ausland abgelegt werden.
  • Alle Theorie- und Praxisprüfungen können zu verschiedenen Zeitpunkten und an verschiedenen Orten abgelegt werden.
  • Es reicht grundsätzlich aus, wenn die Antragsunterlagen und Gebühren spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss eingegangen sind.
  • Die Sperrfrist von vier Wochen für die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen entfällt; die Prüfungen können jedoch nicht an demselben Tag wiederholt werden.
  • Für das fahrerlaubnisfreie Führen von Sportbooten besteht keine Altersgrenze mehr.
  • Sowohl die Besitzer der alten Sportbootführerscheine als auch die des neuen Führerscheins dürfen künftig auf Binnenschifffahrtsstraßen Sportboote von weniger als 20 Meter Länge führen. Einzige Ausnahme: Auf dem Rhein dürfen Sportboote von weniger als 15 Meter Länge geführt werden.
  • Das ärztliche Zeugnis wurde vereinfacht, so entfällt beispielsweise die Wiederholungspflicht bei eingeschränkter Sehschärfe. Diese Änderung gilt ebenfalls für diejenigen, die bereits Inhaber eines Sportbootführerscheins sind.
  • Der Arzt muss das Zeugnis künftig in einem geschlossenen Umschlag direkt an den Prüfungsausschuss senden. Der Sportbootführerscheinbewerber erhält eine Kopie.
  • Die Gebühren schließen die Reisekosten der Prüfer sowie etwaige Raumkosten ein.
  • An den Formaten des Sportbootführerscheins ändert sich vorläufig nichts. Die Einführung des vorgesehenen Scheckkartenformats erfolgt zu einem späteren, derzeit noch nicht festgelegten Zeitpunkt.