Sloepen fahren: Vom Geheimtipp zum absoluten Sommertrend

Yachtblog-Test der Waterspoor 777 Aviator


Vor Jahren noch ein Geheimtipp, gehört das Sloepen fahren inzwischen zu den Trends auf dem Wasser. Wer auf Berlin-Brandenburger Gewässern gemächlich, sicher und bequem unterwegs sein möchte, mietet sich am besten ein solches Boot. Mehrere Charterfirmen haben diese stabilen holländischen Boote im Angebot. Wir haben nach einer Elektrosloepen Anfang Mai nun eine Sloepen mit Dieselmotor getestet – die Waterspoor 777 Aviator.

Schon beim Einsteigen wird uns klar: Das ist eine besondere Sloepen. Denn mit ihren knapp acht Metern Länge und vor allem ihrer Breite von 3,09 Metern macht sie auf dem Wasser eine ordentliche Figur. Hier ist genug Platz für eine Fußballmannschaft plus Trainer. Und tatsächlich, das Boot ist für zwölf Personen zugelassen. Die Ausstattung kann sich für solch ein Tagestour-Boot ebenfalls sehen lassen: Die Aviator hat einen offenen Durchgang zur Badeplattform, dort gibt es eine Heckdusche. Ein großes Kühlfach mit Kompressor sorgt für kalte Getränke, Tisch und Liegefläche im Cockpit für bequemes Essen bzw. Sonnenbaden. Ein See-WC mit Waschbecken im Bug, Sprayhood und das Bimini-Sonnenverdeck komplettieren die Ausstattung.

Auch der Skipper der Tendersloepen muss auf nichts verzichten: ein Bugstrahlruder, Geschwindigkeits- und Tiefenmesser sowie 200 PS sorgen für angenehmes Fahren auf allen Gewässern. Wir starten am Morgen ab Marina Havelbaude in Richtung Wannsee. Die Sloepen gleitet ruhig über die Havel, der blubbernde 200-PS-Diesel ist gut gedämmt, so dass keine Motorgeräusche unsere Gespräche stören. Vor der Schleuse Spandau müssen wir eine Zwangspause einlegen, da hier der Berufsverkehr vorrang hat und wir auf ein Fahrgastschiff warten müssen. So testen wir die gut gekühlten Getränke aus dem Kühlfach und hören ein bisschen Musik. Denn auch ein Radio ist an Bord und über einen USB-Stick können wir unsere Musik hören.

Auf dem Wannsee angekommen, legen wir den Hebel auf den Tisch, denn hier darf man endlich etwas schneller fahren (25 km/h). Dabei hebt sich der Bug der 777 aus dem Wasser und schnell sind die 25 Sachen (und mehr) erreicht. Die Sloepen wandelt sich vom Verdränger zum Halbgleiter. Am Anleger eines Wirtshauses legen wir an, mit dem Bugstrahlruder kein Problem auch für Ungeübte. Der echte Skipper verzichtet natürlich darauf, in engen Marinas und in Schleusen jedoch ist dieses eine gute Hilfe.

Am Abend sind wir nach einem perfekten Tag zurück in der Havelbaude. Fazit: Die Tendersloepen Waterspoor 777 Aviator ist ein ideales Tages-Ausflugsboot für größere Gruppen bis zwölf Personen. Ihre spezielle Bauweise und Form sorgt für ruhigen Fahrkomfort, die Motorisierung ist ausreichend auch bei Bergfahrten auf größeren Flüssen.  Zudem ist sie für Mehrtages-Ausflüge tauglich, wenn man sich Übernachtungsmöglichkeiten an Land sucht (testet Yachtblog im August).  Der Spaßfaktor für Skipper ist hoch, der Komfort für Gäste ebenso. Sehr empfehlenswert!

Buchen kann man diese Sloepen hier.

Für größere Ansichten Fotos anklicken!

Fotos: Charles Yunck

 

 

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