Heute startet Seenot-Übung

Großangelegte internationale Übung der Seenotretter vor Wilhelmshaven

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Wilhelmshaven 2016 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Sie findet am 16. und 17. September 2016 vor Wilhelmshaven statt.

Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Während der SAREx Wilhelmshaven trainieren die beteiligten Seenotretter vor allem die Koordinierung grenzübergreifender Einsätze. Das genaue Übungsszenario wird den beteiligten Rettungseinheiten aus Deutschland und Dänemark erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport werden Bestandteile der Szenarien sein. Insgesamt nehmen rund 100 Menschen an der Übung teil.
DGzRS-Ausbildungsleiter Jörg Kemna leitet die SAREx Wilhelmshaven. Er hatte bereits 2014 und 2015 vergleichbare komplexe Übungen unter anderem mit dem dänischen Seenotrettungsdienst vor Helgoland und Eckernförde organisiert. „Dass bei Einsätzen im Grenzgebiet die Seenotrettungsdienste zusammenarbeiten, ist oft praktizierte Selbstverständlichkeit“, sagt Kemna. „Wir können durch eine komplexe Übung wie diese gemeinsame Such- und Kommunikationsverfahren trainieren, was für den Ernstfall wesentlich ist.“
Mit dabei sind seitens der DGzRS zwei Seenotrettungskreuzer (HERMANN HELMS/Station Cuxhaven und ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum) und vier Seenotrettungsboote (OTTO BEHR/Station Wilhelmshaven, CASPER OTTEN/Station Langeoog, ECKERNFÖRDE/Station Eckernförde und WILMA SIKORSKI/Station Wangerooge). Hinzu kommen voraussichtlich eine Einheit der dänischen Marineheimwehr, ein Mehrzweckarbeitsboot aus dem Ortsverband Wilhelmshaven des Technischen Hilfswerks (THW). Ein Schiff vom Jade-Dienst und der Weserkahn „Franzius“ dienen als „Havaristen“.
Echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ stellt die Gruppe RUND (realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG Goch. Neben ihr gilt ein besonderer Dank der Seenotretter dem Wilhelmshavener Segelclub, der für die Übung seine Bootshalle zur Verfügung stellt, der JadeWeserPort Realisierungs-GmbH, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven und der Niedersachsen Ports GmbH für die Bereitstellung von Liegeplätzen mit einer entsprechenden Versorgung sowie dem Kreisverband Wilhelmshaven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Verpflegung der Teilnehmer. Die freiwilligen Seenotretter der Station Wilhelmshaven haben zur Vorbereitung und Organisation vor Ort beigetragen. Zum Originaltext

Teil der großangelegten internationalen Übung am 16. und 17. September 2016 vor Wilhelmshaven wird auch das Abbergen von Verletzten sein. Archiv-Foto: DGzRS – Die Seenotretter
Teil der internationalen Übung am 16. und 17. September 2016 vor Wilhelmshaven wird auch das Abbergen von Verletzten sein.   Archiv-Foto: DGzRS – Die Seenotretter
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Kreuzfahrer zerstört Marina

322 Meter lang, 37 Meter breit, knapp 4000 Passagiere und 1450 Besatzungsmitglieder, erstes IMAX Kino auf See, Hochseilpark, Skyride – ein paar Zahlen und Fakten des Kreuzfahrtschiffes Carnival Vista. Das neue Flaggschiff der Carnival Flotte wurde gerade erst im April ausgeliefert, ist seitdem im Mittelmeer unterwegs. Ende August hat das Schiff beim Verlassen des Hafens von Messina den dortigen Yachthafen zerstört. Weil es der kleinen Marina zu nahe gekommen war, konnte nur noch ein riskantes Schrauben/Ruder-Manöver das Schiff davon abhalten, in die Stege zu krachen. Mit Folgen: Der Schraubenstrom (je Maschine  9600kw/13.000 PS) sorgte für einen kleinen „Tsunami“, der die Marina fast völlig zerstörte. Lokale Medien sprechen von Schäden in Höhe von einer viertel Million Euro.